Freiheitsfabrik

Ein Projekt, das sich die libertäre Pädagogik auf die Fahne geschrieben hat, ist die so genannte Freiheitsfabrik. Durchaus mit einigen kritischen, aber auch einigen brauchbaren Texten.

Die Freiheitsfabrik ist ein gemeinsames Projekt von

Stefan Blankertz
Michael Kastner
Andreas Ullrich
Bodo Wünsch

Es geht uns nicht um die Kundgabe von Prinzipien und Absichten. Das ist etwas für Gewaltpolitiker. Humane Perspektiven lassen sich nicht erreichen durch die Kundgabe dessen, was man durchsetzen will, sondern nur durch Aufklärung. (Stefan Blankertz)

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Schulkritik, Ausstieg und selbstbestimmtes Lernen

Eine weitere Materialsammlung zum Thema Schulkritik findet sich hier:

“Reclaim your Brain – Schulkritik, Ausstieg und selbstbestimmtes Lernen”

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BoH an der Uni

Im Zuge des Bildungsstreiks gibts (mindestens) zwei interessante Workshops zu unserem Thema:

Zum einen von mir zur Demokratisierung des Bildungssystems und zum anderen von der FAU aus Nürnberg.

mehr Infos gibbet unter http://bildungsstreikbamberg.blogsport.de/

Hier die Ankündigungstexte:

DO, 18. Juni
Workshops im Hain am Sonnentempel

  • 15.00 Uhr: „Demokratisierung des Bildungssystems“ (Michael Schmitt,
    Studierendenvertreter)
  • Der Art. 3 Grundgesetz besagt:
    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

    Wie sieht die tatsächliche Gleichstellung an den Institutionen Schule und Universität aus? Welche Möglichkeiten haben SchülerInnen und Studierende ihre eigene Lebenswelt zu gestalten, wenn sie schon strukturell an einer wirklichen Partizipation in den Bildungsinstitutionen gehindert werden? In der Schule gibt es Klassen- und SchülersprecherInnen, an der Uni die Studierendenvertretung. Doch welche Möglichkeiten haben diese wirklich auf Entscheidungsprozesse innerhalb und außerhalb von Institutionen? Ausgehend von einer Kritik der bestehenden Missverhältnisse werden wir eine gemeinsame Idee einer demokratischen Partizipation und einer Demokratisierung des Bildungswesens entwickeln. Dabei werden wir uns mit Klassenräten, der Verfassten Studierendenschaft, der Auswirkung von Gesetzesnovellen und unseren eigenen Ideen beschäftigen, um eine Vorstellung eines demokratischen Bildungswesens zu gewinnen. Vielleicht finden wir auch Wege, um dieses verwirklichen zu können.

    Michael Schmitt engagiert sich seit 10 Jahren für ein gerechteres, demokratischeres und emanzipatorisches Bildungssystem. Dies hat er bisher vornehmlich innerhalb des Systems als Schüler(sprecher) und Studierender(vertreter) getan. Derzeit studiert er Lehramt an Beruflichen Schulen und entwickelt mit anderen zusammen die Idee „Eine Schule für alle“, die sowohl eine demokratische Schulverfassung wie auch ein selbst-bestimmtes Lernen der SchülerInnen zum Ziel hat.

  • 16.30 Uhr: „Anarchosyndikalistische, herrschaftsfreie Organisierung an der Universität“ (FAU)

Vortrag über die Gestaltung einer basisdemokratischen Organisation – abseits der herkömmlichen Pöstchen- und Vertreterstruktur.

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Über die Möglichkeit von Erziehung und Didaktik

Kritische Pädagogik von Theodor W. Adorno
Prof. Dr. Andreas Gruschka, Professor für Erziehungswissenschaft an der Uni Frankfurt, hat seinen Vortrag über die kritische Pädagogik Adornos ins Netz gestellt. Der Vortrag ist in 12 Teile aufgeteilt und als mp3-Datei downloadbar. Wer sich mit Adorno und seinem philosophischen Gedankengebäude (Frankfurter Schule) auseinandersetzen will, erhält hier eine der angemehmsten Möglichkeiten.  Zum Download

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Freie Schule Frankfurt

peng peng

Entschuldigung für die Fehlinformation im Seminar. Manchmal irrt man sich einfach und stellt das dann fest. :) Meine Frankfurter Freunde haben mich gerade darauf aufmerksam gemacht, dass die Freie Schule Frankfurt doch weiter existiert . Auch wenn sie keine libertäre, sondern meiner Meinung nach eine alternative Schule ist. Aber das kann man selbst nachlesen auf www.freie-schule-frankfurt.de und bis auf die nervigen Geräusche bei den Buttons hört sich die Schule auf den ersten Blick interessant an.

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Pressemitteilung des bayerischen Kultusministeriums Nr. 187 vom 2.Juli 2008

…einfach weil es so gut passt und weil wir uns gerade im Seminar drüber unterhalten hatten…

Pressemitteilung des Kultusministeriums Nr. 187 vom 2.Juli 2008:

Grundschule mal anders: Kinderrat bestimmt Schulleben mit - Staatssekretaer Sibler und vbw-Praesident Rodenstock besuchen MODUS21-Schule: Mehr Qualitaet durch Eigenverantwortung

Die Idee stammte von einer Schülermutter und sie wurde in die Tat umgesetzt: Als erste Schule in Bayern hat die Grundschule an der Südlichen Auffahrtsallee ein Freiwilliges Soziales Jahr an ihrer Schule eingeführt.
Seit dem Schuljahr 2004/05 unterstützt nun ein Abiturient, der sein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler. Das Aufgabenspektrum ist breit: Der “Freiwillige” hilft Kindern mit Migrationshintergrund beim Deutschlernen, packt beim Sport-
und Kunstunterricht mit an, begleitet Klassen bei Ausflügen und ist auch eine große Stütze in der Schulverwaltung. Das ist aber nicht die einzige Innovation, die die Schule im Rahmen des Modellversuchs “MODUS21- Schule in Verantwortung” umgesetzt hat. Sie hat auch einen Kinderrat - von Klasse 1 bis Klasse 4 - eingeführt. Hier treffen sich die Kinder regelmäßig und machen Verbesserungsvorschläge für die Schulgemeinschaft, denn im Zentrum der Schule steht das soziale Miteinander.

Staatssekretär Bernd Sibler und vbw-Präsident Randolf Rodenstock zeigten sich begeistert von den Konzepten der Schule, die vor allem die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler stärken sollen. Staatssekretär Sibler: “Die Grundschule an der Südlichen Auffahrtsallee ist ein
hervorragendes Beispiel dafür, dass mehr Eigenverantwortung an den Schulen mit einer Qualitätssteigerung einhergeht. Die Schule hat ihre Freiheiten dahingehend genutzt, um die Schülerinnen und Schüler individueller und besser zu fördern.”

vbw-Präsident Randolf Rodenstock betonte bei dem Besuch in der Schule: “Es scheint, als wäre die Handlungsautonomie längst überfällig gewesen. Denn die Erfahrungen an dieser und an allen anderen MODUS-Schulen zeigen, dass die Schulen engagiert sind, gerne mehr Verantwortung übernehmen und damit auch unternehmerisch handeln. Innovation ist kein Automatismus und Kreativität entfaltet sich nicht per Verordnung. Beides aber sind unverzichtbare Erfolgsfaktoren für die Schulqualität. Sie werden durch den größeren Gestaltungs- und Handlungsspielraum ermöglicht. Den Schülern bietet das Projekt einen Erfahrungsraum, der auch für den weiteren Lebens- und Berufsweg wichtig ist.”

Der Modellversuch MODUS21 wurde zum Schuljahr 2002/03 gestartet. Er war so erfolgreich, dass bereits nach zweieinhalb Jahren alle Schulen in Bayern die evaluierten Maßnahmen der Projektschulen umsetzen durften. Die Schulordnungen sind dementsprechend überarbeitet worden.

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libertäres Wohnprojekt - Eilhardshof

  • Ein generationsübergreifendes Wohnprojekt in Neustadt an der Weinstraße
  • Ein Impulsgeber für Kultur, Kommunikation und soziales Engagement in der Region Vorderpfalz
  • Ein praktisches Beispiel lebendiger Solidarität und gegenseitiger Hilfe für Menschen überall auf der Welt

http://www.graswurzel.net/322/eilhardshof.shtml

http://www.eilhardshof.de/

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libertäre Praxis in der Musik

z.B. Chorsingen…

Doch selbst wenn es sich bei solchen musikalischen Führungspersonen um machtgeile Säcke, und bei den Sängern um unterordnungswütige Subjekte handelt, ist die politische Struktur eines Chores objektiv noch immer näher am Typus der Anarchie als an jenem der Diktatur.

siehe Link zur GWR

Über was man sich alles Gedanken machen kann und dass man schon bestehende soziale Phänomene einfach, vielleicht sogar mit dem “Bakuninschen Schnipps”, umdeuten kann, wenn man will, zeigt ein Artikel aus der aktuellen Graswurzelrevolution zum Thema Chorsingen: Anatur oder Diktarchie? . Spannend und lesenswert, auch deswegen, weil hier nochmal die Frage aufgegriffen wird, ob Macht gleich Herrschaft ist.

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Praxis libertärer Pädagogik

Das Thema “gleichberechtigte Erziehung” ist noch lange nicht vom Tisch. Dies zeigt sowohl die gesellschaftlich weiterhin existente Rollenteilung und die damit verbundene Unterdrückung von Frauen durch Männer in dieser Gesellschaft, als auch Diskussionen zum Thema selbst.

Kerstin Steinicke: Erziehung und Bildung ohne Herrschaft, S.62

Sieht man die Ungerechtigkeit und die Prozesse, die das derzeitige Bildungs- und Herrschaftssystem durch Erziehung und (die Zugangsmöglichkeiten zur) Bildung produzieren, so könnte man sich entscheiden Theorien libertärer Erziehung in die Praxis umzusetzen. Ein Problem auf das man dabei stoßen wird ist, dass es nicht “die eine Theorie libertärer Erziehung” gibt, sondern mannigfaltig viele. Doch muss dies überhaupt ein Problem darstellen? Die Grundidee und Leitlinien anarchistischer Praxis sind Freiwilligkeit, Selbstbestimmtheit und Freiheit. Baut man eine Erziehung nun auf diesen Prinzipien auf, so könne man sie anarchistisch bzw. libertär nennen. Welche neuen Probleme und etwaige Ungerechtigkeiten dadurch produziert werden, vermag ich derzeit nicht zu sagen. Die Aussicht auf Verbesserung gegenüber dem bisher bestehenden System aber schätze ich sehr groß ein. Wie man dies nun umsetzt und ob das evolutionär oder mit einem klaren Schnitt vollzogen werden sollte, vermag ich auch nicht zu sagen. Was mir dazu nur gerade in den Kopf kommt ist (mal wieder) ein Songtext der Sterne:

Das bisschen besser

Die Jahreswende im Keller verbracht und bei der Feierei über Zahlen nachgedacht.
Nicht grad die schönste Zeit um zu verschwinden, doch gut zu wissen, daß man Schutz finden kann - irgendwo.
Ich hab nichts von Veränderung gemerkt, hab nur gehört, daß es kracht.
Wenn man die Augen wieder aufmacht ist es Nacht oder was gibt’s hier zu sehen?Ich kann alles verstehen.
Wie lang soll ich bleiben?
Es hat keinen Sinn zu warten bis es besser wird das bißchen besser wär das warten nicht wert.
Ich bemerke, das ich selbst auch Spuren hinterlasse, jeden Tag, zum Beispiel mit der Kaffeetasse. Kleine Ringe auf dem Tisch - und dann die Löcher im Teppich.
Und dann arbeitet man sich heran an das was man in der Dunkelheit vermutet, weil die doch einiges verspricht, nur Licht gibt es hier leider nicht.
Doch viel mehr als nichts. Ich glaub ich hab was erwischt.
Es hat keinen Sinn zu warten bis es besser wird - das bißchen besser wär das warten nicht wert.
Du hast dich aufgerieben wie noch nie und deine Energie ist jetzt irgendwie weg.
Doch es hat Dich gegeben, du hast Spuren hinterlassen immerhin, jemand wird sich erinnern - nichts ist perfekt.
Gleich springt die Uhr auf Null und das bedeutet nichts.
Doch es blitzt.
Wie ein Zeichen.
Es hat keinen Sinn zu warten bis es besser wird das bißchen besser wär das warten nicht wert.

Arbeitsmaterial findet man wie gewohnt unter der Rubrik Arbeitsmaterialien, sobald Alex sie hochgeladen hat bzw. dann als Handout im Seminar.

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Songtext zum mitdenken

Die Sterne - Fickt das System

fünfundzwanzigtausend müde knochen aufgepumpt zu neuem leben / mit mitteln für die schnelle tour / die letzten drei zellen in reihe geschaltet und sinn produziert / ich konnte das immer jetzt nicht mehr / manchmal ist zugedröhnt besser als nichts / atmosphäre verdorben in den luftschacht gepisst / verflixt / ist es der eingang den der architekt benutzt oder nimmt er die hintertür / zeigt sich das arsch in der öffentlichkeit oder findet man nur seine spur / kommen sie zum postdienst als mitarbeiterin oder kommen sie zweimal die woche mit hin / nach der revolution totale freiheit / du kannst ficken wen du willst / was willst du denn / nur kein pathos, ratlos, harmlos, keinen pathos / tote werfen keinen schatten / keine parolen, keine blöden, wie die / fickt das system / ist es der eingang den der architekt benutzt oder nimmt er die hintertür / zeigt sich das arsch in der öffentlichkeit oder findet man nur seine spur / kommen sie zum postdienst als mitarbeiterin oder kommen sie zweimal die woche mit hin / nach der revolution totale freiheit / du kannst ficken wen du willst / was willst du denn / fickt das system, fickt das system, fickt das system / fickt das system - fickt das system / fickt…

So. Und wer das nun auf eine Schulkritik beziehen kann, bekommt ein Fleißbienchen mit Sondersternchen. Für die heutige Stunde gibts kein Arbeitsmaterial zum runterladen, sondern wir probieren mal wieder was neues aus.

Bis später dann und vielleicht will ja jemand gleich um 12 Uhr auf die uniweite Vollversammlung gehen…

michi

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